© Cyrille Weiner

Europa

Levallois-Perret, Frankreich
Das architektonische Hauptziel der Sanierung und Erneuerung des Gebäudes aus den 1980er-Jahren bestand darin, ein Identität vermittelnde "landmark" für Levallois-Perret nahe Paris zu schaffen. Die Verbindung von Altbestand und Erweiterung schafft eine rhythmische Sequenz, die sich in den städtischen Raum einfügt und ihn aufwertet. Baumschlager Eberle Architekten überführten die Architektur in die heutige Zeit. Dazu gehört natürlich, dass das Gebäude klimafit gemacht wird.

Der Außenraum ist nun durch Loggien und Terassen zugänglich und stellt einen Bezug zum nahen Seine-Ufer und der Île de la Jatte mit ihrer Vegetation her. Das durchlässige und modulierbare Vestibül im Erdgeschoß ist allgemein zugänglich und umfasst auf doppelter und dreifacher Höhe die Eingangshallen zu den Büros, einen großen Coworking-Restaurantbereich, eine Lobby und ein Foyer. Von außen blickt man, durch die Anhebung des Erdgeschoßes und die neu geschaffene Transparenz, auf den privaten Garten innen. Die Begradigung der alten platzkonsumierenden halbrunden Eingangsbereiche ermöglichte mehr Büroraum. Nutzungsneutrale Büroflächen steigern die Langlebigkeit, weil sie den sich ändernden Arbeitswelten ohne Probleme angepasst werden können. Mehrwert für die Arbeitenden generiert auch die Erweiterung des Freiraumangebotes mit Terrassen und Restaurant auf dem Dach.

Der weitestmögliche Erhalt der Gebäudestruktur begrenzte die Abrißarbeiten, der bestehende Kern wurde beibehalten, vorhandene Materialien wie Bodenplatten, Doppelböden und Kabelführungen weiterverwendet. Die Renovierung der Fassade führte zu einer deutlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit des Gebäudes, das einen Fernwärme- wie Fernkälteanschluss besitzt. Der Primärenergieverbrauch ist nun um 40 Prozent niedriger als vor der Renovierung.

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